15. 2. BERLINALE TAGEBUCH — Teil 1

Am 14.2. ist Berlinale-Pause. Ich schlafe aus, dusche (man beachte den Artikel in »Die Zeit«, der von Journalisten berichtet, die mit gereifter Berlinalezeit zunehmender stinken), frühstücke (!), telefoniere und erst danach gehe ich — gegen 14 Uhr — zum Ticketcounter. Ich bin erstaunt, dass es Leute gibt, die erst um diese Zeit Karten holen. Es ist natürlich so gut wie alles weg, allerdings bekomme ich merkwürdigerweise noch Karten für die Wettbewerbswiederholung, Zemestan. Entweder ist der Film nicht gut und das hat sich rumgesprochen, oder …Na, wir werden sehen. Außerdem bekomme ich noch eine Karte für einen Panorama-Film, die ich Adri schenke. Gut vorbereitet und besser organisiert, starte ich am nächsten Tag, also heute, in meine 2. Berlinale-Staffel. Der Wecker klingelt um Punkt 8 Uhr, ich nehme ein Lunch-Paket mit und ich habe eine Favoriten- und Alternativliste. Kurz vor 9 Uhr erreiche ich den Counter. Es läuft wie am Schnürchen. Stehzeit ca. 20 Minuten. Ich bekomme erstmalig alle Favoriten-Filme. Eine halbe Schlange vor mir sehe ich übrigens meinen EX-Chef von den Theaterwissenschaftlern, Mühl-Benninghaus. Als er zu einem der zahlreichen Schalter geht, nickt er mir auf seine etwas merkwürdige Art zu. Danach gehe ich zu einem der PCs in »Dounkin Donuts« (ich habe noch einen bezahlten Account) und recherchiere die Öffnungszeiten des PC-Pools für Anglistik und Amerikanistik. Perfekt — er macht um 10 Uhr auf. Ich fahre mit dem Bus zur Uni (Unter den Linden), trinke noch eine Schokolade (bin zu früh dran) und begebe mich dann in den PC-Pool, um etwas zu schreiben. Der erste Film heute, »Zemestan«, startet erst um 15 Uhr.

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