Brakat

Regie: Djamila Sahraoui
Algerien, Frankreich 2006
Französisch, Arabisch
D: Rachida Brakni, Fettouma Bouamari
Djamila Sahraoui gibt uns einen Einblick in die Wunden, die durch die Kriege in Algerien geschlagen wurden.
90 er Jahre, irgendwo in Algerien: Ein junge Ärztin befindet sich auf der Suche nach ihrem Ehemann, einem Journalisten. Begleitet wird sie von einer älteren Krankenschwester. Sie begegnen islamischen Kämpfern und anderen Menschen, in denen die Angst vor Gewalt und Zerstörung immer präsent ist. Es ist ein ruhiger Roadmovie, der trotz der Kriegssituation durch die wunderschönen Landschaftsaufnahmen und die gelungene visuelle Ästhetik getragen wird.
Es wird über Liebe geredet, auch die Liebe im Alter. Aber nicht vordergründig, sondern durch subtile Blicke und Gesten.

Barakat heißt auf Deutsch: Es reicht! Das sagen die beiden Alten, als sie am Ende des Filmes die Pistole, mit der die bis dahin rationale junge Frau plötzlich Männer bedroht, im Meer versenken. Genug Krieg, Mord und Gewalt!
Ein gelungener Berlinaleabschluss!

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