Das Ende des Schweins ist der Anfang der Wurst / The End Of The Pig Is The Beginning Of The Sausage

Deutschland 2008
Regie: John Edward Heys
Panorama-Vorfilm
22 Min.

 

Der an Aids gestorbene
Napoleon Seyfarth (Foto: Berlinale 09)

Der (Kurz-)Film mit dem wohl schönsten Titel der diesjährigen Berlinale läuft als Vorfilm u. a. von Ein Traum in Erdbeerfolie und bei den Teddy Kurzfilmen.
Der Film handelt von der Westberliner Schwulenikone Napoleon Seyfarth, der 2000 an Aids starb. Er basiert auf alten VHS-Aufnahmen des Regisseurs John Edward Heys — die Qualität der Aufnahmen ist daher entsprechend schlecht — und beinhaltet quasi eine kommentierte Führung Seyfarths durch seine vor allem mit diversen Fotos dekorierten Wohnung.
Der Film lebt vor allem vom Witz Seyfarths und schildert das Leben eines in der südwestdeutschen Provinz Geborenen, den es nach Westberlin trieb, um seine Sexualität frei ausleben zu können. Seine Aidsinfektion nimmt einen wichtigen Teil des Filmes ein. Wenn er vor der (ziemlich großen) Bildwand mit den Fotos aller seiner Liebhaber steht und dabei erwähnt, das 90% davon bereits tot sind, begreift man, was für einen Schock der Ausbruch von Aids für die Schwulenszene bedeutet haben muss.

Wer etwas über das Leben von Napoleon Seyfarth erfahren will, sollte sich den Film in jedem Fall ansehen.

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