DAY FOUR — das Patti-Smith-Experiment

Wie ich bereits angekündigt habe, wollte ich mal checken, wie das mit den Karten an der Tageskasse klappt. Der Patti-Smith-Film DREAM OF LIFE war im Vorverkauf ständig ausverkauft. Da ich es vom Cubix nicht eher geschafft habe, bin ich erst zehn Minuten vor FILMBEGINN im Cinestar aufgeschlagen und…

…habe tatsächlich noch eine Karte bekommen. Die vorletzte zwar, aber Karte ist Karte. Als ich eine Weile im Film saß, fielen mir dann die Worte von jemandem ein, der den Film angeblich schon auf Sundance gesehen haben will: »Der totale Trip.« Und das stimmte tatsächlich, man kam sich echt vor als hätte man was eingeworfen: Smells like Patti Smith Spirit.
Der restliche Tag war Thriller. Mit Todti war ich in TRANSSIBERIAN. Danach wollten wir die Sonnenstrahlen genießen, aber bis wir uns endlich aus dem Gewühle herausgekämpft hatten, verschwanden die letzten Strahlen hinter den Berlin-Wolkenkratzern am Potsdamer Platz.
Im CUBIX habe ich 3 DIAS gesehen, der im Katalog als Katastrophenfilm verkauft wurde, sich dann aber als Hardcorehorrorthriller entpuppte, was dazu führte, dass die Reihen sich lichteten. Dagegen war TRANSSIBERIAN von Brad Anderson Kindergeburtstag. Die Spanier verstehen sich irgendwie ganz gut auf Horror und Fantasie. Dagegen nervt es, wenn der zigste Amerikaner Osteuropaklischees ausbreitet und sie für seinen zweitklassigen Genrequatsch verpulvert. Das schmeckt irgendwann wir hundertmal wiedergekäut. Aber das ist mal wieder typisch: Wenns kein Sequel, Prequel oder Remake ist, dann ist es eben Stealquel. Dieses dämliche Marketingdenken produziert sehr viel Schrott.

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