Day Ten and Final Day

Die Preisverleihung der Bären verfolge ich am Abend ziemlich halbherzig. Ich dreh mich ab und zu mal zum TV um, wo ich ein paar Bilder aufschnappe, wie zum Beispiel, dass Jan Schulz-Ojala (Tagesspiegel) wie eine wandelnde Leiche aussieht.

Am letzten Tag, dem Sonntag-Publikumstag, werde ich schon sehr früh wach. Heute beginnt mein Tagwerk, Hintern plattsitzen, schon ziemlich früh. Da ich schon um 6 Uhr (!) wach werde und nicht mehr einschlafen kann, bereue ich es, dass ich mir noch eine Karte von der netten Verkäuferin des Vorverkaufs für den allerletzten Film habe aufschwatzen lassen (23 Uhr, Urania). Überhaupt sieht es so aus, als wäre heute der Obertrashtag: Erst der Gondry-Film (da habe ich aber schon gehört, dass es sich nur so anhört, als wäre es Trash), in einem anderen Film, krabbelt eine Hand durch die Landschaft und erwürgt Menschen; dann folgt ein recht unappetitlicher Zombiefilm und zu guter Letzt wird es wahrscheinlich noch mal obertrashig mit dem Wettbewerbsfilm GARDENS OF THE NIGHT. Ich versteh überhaupt nicht, dass sie den großen Aufregerfilm TROPA DE ELITE heute nicht noch mal zeigen. Wahrscheinlich gabs da mal wieder viel Palaver wegen der Rechte.

Abends: Die Berlinale endet für mich — unfreiwillig — wie sie begonnen hat: mit einem alten Klassiker (THE BEAST WITH FIVE FINGERS). Nach dem dritten Kaffee bekomme ich Bauchschmerzen und muss nach Hause fahren. Vorher überreiche ich noch Todti mit etwas Wehmut meine Zombie-Karte. Den Film bekomme ich garantiert nicht mehr zu sehen. Auf den Wettbewerbsfilm pfeife ich. Vorher hatten wir noch eine lange Diskussion mit Claudias Vater über THE BEAST WITH FIVE FINGERS. Die erste und einzige Filmdiskussion während der Berlinale, da man ja nur von Film zu Film hetzt, hat man gar keine Zeit mehr, irgendetwas zu diskutieren. Ach ja über SLEEP DEALERS haben wir uns auch noch unterhalten, weil Claudia den auch gesehen hatte.

Für die nächsten Berlinale nehme ich mir folgendes vor: Weniger Hetze, mehr genießen. Weniger Kaffee. Früher ins Bett. Mehr Diskussion. Thematische Schwerpunkte setzen. Mal sehen, ob es klappt.

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