Interview: Lapislazuli – Im Auge des Bären

Fragen an Matthes (10 Jahre)
Wie hat Dir der Film gefallen?
Gut.
Warum?
Ich habe gefühlt, wie sich die Figuren (die Menschen) gefühlt haben.
Fandest Du die Geschichte spannend?
Ja. Ich mag halt Steinzeitmenschen. Es war spannend, als Bataa wie ein Tier gejagt und mit einem Betäubungspfeil angeschossen wurde. Und lustig war, als der Jäger in die Bärenfalle fiel.
Und mir kamen auch die Tränen bei dem Film.
Weshalb?
Weil ich es traurig fand als sich Sophie und Bataa getrennt haben – als er zu seinen Eltern wollte.
Ich finde, dass man aus diesem Film lernen kann. Auch jemand, den man nicht mag, kann einem manchmal helfen. Man lernt auch daraus, dass man nicht ohne nachzudenken einfach wegrennen sollte.
Hast Du nicht verstanden, weshalb Sophie weggelaufen ist?
Weil sie es fies fand von ihrem Vater, dass der Vater die kleine Stiefschwester verteidigt hat und nicht seine eigene Tochter.
Aber wenn sie nicht weggelaufen wäre, hätte sie Bataa nicht getroffen…
Na und.
Hast Du da kein Mitgefühl für Bataa?
Stimmt. Hätte sie Bataa nicht getroffen, wäre er in die Hände des verrückten Wissenschaftlers gekommen. Und er wäre gestorben, ohne seine Familie wieder zu finden.
Also war es in dem Falle mal gut, wegzulaufen.
[Nicken]
Fandest Du das nur traurig, dass er gestorben ist?
Ja, aber es war auch schön. Er hat es geschafft, zu seiner Familie zu kommen.
Ich fand auch gut, dass Sophie keine Angst vor ihm hatte, sondern half und Mitgefühl hatte. Sie musste deshalb von ihrer Familie weggehen, obwohl sie wusste, dass die sie sucht. Ich fand es nur nicht gut, dass Bataa den Baumstamm (Brücke) in die Schlucht gestürzt hat.
Aber das sagt doch, dass es zwischen der Welt von damals und der heutigen nur wenig Berührung gibt und alles gut ist, wenn es getrennt bleibt. Der Wissenschaftler hätte Bataa in einen Käfig gesperrt. Hättest Du das gewollt?
[Kopfschütteln]
Würdest Du den Film empfehlen?
Ja. Und ich würde ihn noch mal ansehen wollen.

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