BERLINALETAGEBUCH

Planung und Kartenvorverkauf

Ab heute gibt es den offiziellen Berlinalekatalog (17€/10€) zu kaufen. Also 10 € sind o.k. – aber 17 € sind schon unverschämt. War der schon immer so teuer? Man sollte ihn sich von jemandem holen lassen, der Ermäßigung bekommt – was ich auch getan habe. Im Prinzip kann man ihn ja kostenlos downloaden, aber ich sammle die Dinger schon seit Jahren und hab sie streckenweise durch Akkreditierungen umsonst bekommen. Außerdem hat es was, sich auf die Couch zu legen, den Katalog analog durchzublättern und sein Programm noch mal zu überdenken. Der Forumskatalog ist wie immer noch nicht fertig. Seit diesem Jahr nutze ich den Tagesplaner auf der Berlinaleseite. Leider funktioniert das parallele Planen noch nicht gut. Man muss sich schon ausloggen, um die Tagesplaner anderer anzusehen, ansonsten kommt alles durcheinander, insbesondere wenn man Änderungen vornimmt.

Heute standen wir ab 9.30 Uhr am Counter. Keine Chance: NEUKOLLN UNLIMITED, ROAD, MOVIE (war eine Minute bevor wir dran waren ausverkauft) und GENTLEMEN BRONCOS. Allesamt GENERATION-14plus-Filme. Wenn es so weitergeht, muss ich meine Bemerkung revidieren, dass diese Sektion noch ein Geheimtipp ist. Ist offenbar vom breiteren Publikum schon reichlich frequentiert. Allerdings kann es auch daran liegen, dass hier die Kontingente begrenzter sind, weil hier selbst die Fachbesucher (= nicht so gute Akkreditierung) ohne Karte hineinkommen. Als Außenstehender steckt man nicht drin in der Orga und kann nur ein paar Vermutungen anstellen.
Tipp: Am schnellsten geht es an der Kasse, wenn man den sechsstelligen Ticketcode ansagt. Der steht u. a. in den kostenlosen Programmheften und auf der Berlinaleseite, wenn man sich einen Tagesplaner eingerichtet hat. Die Tagesplanerübersicht gibt dann alle wichtigen Credits mitsamt dem Code aus. Die ersten drei Ziffern stimmen mit dem Tag überein (120 = 12. Februar). Für mich war das heute bei 12 Kaufkarten jedenfalls eine enorme Erleichterung.
Die durchschnittliche Wartezeit in den Potsdamer Platz Arkaden gegen 10 Uhr beträgt augenblicklich anderthalb Stunden nach Kassenöffnung. Sie sinkt ab 11.30 Uhr/12.00 Uhr rapide, kongruent mit den noch verfügbaren Karten. Gestern habe ich z. B. nur 15 Minuten gebraucht, weil ich erst nach 12 Uhr da war. Allerdings habe auch zwei von drei Karten nicht bekommen – das waren allesamt keine Forumsfilme. Forumskarten sind wie üblich nicht so schnell ausverkauft. Da genügt es, wenn man sich erst mittags oder gar erst abends anstellt. Die Wartezeit ändert sich nach dem ersten Berlinalewochenende. Der Tourist hat sein Vergnügen gehabt und die Festivalgänger bleiben übrig. Sie nehmen sich extra Urlaub. Jedenfalls schrumpft die Zahl der Anstehenden und es wird ruhiger.
Richtige Planung ist die halbe Berlinale. Die Karten für den Friedrichstadtpalast scheinen auch nicht so beliebt zu sein, vielleicht liegt es aber auch daran, dass es eine Weile dauert bis dieser Riesensaal ausverkauft ist. Gewundert hat mich, dass der Run auf BERLIN BOXHAGENERPLATZ (das ist ganz schon zillemäßig – nicht so mein Fall) und DIE FRISEUSE (Doris Dörrie) so groß ist. Deutsche Filme sind offenbar sehr gefragt-
Tageskasse Wenn nichts mehr hilft, kann man auch noch an der Tageskasse (im jeweiligen Kino am Tag der Vorstellung) probieren, Tickets zu bekommen. Wenn mich nicht alles täuscht, haben die eigene Kontingente. Jedenfalls habe ich da schon einige Male überraschend noch Karten bekommen, die im Vorverkauf als ausverkauft deklariert wurden. Und das Beste: Hier bekommen Harzies und Studies 50% ermäßigte Karten.

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Ein Kommentar zu BERLINALETAGEBUCH

  1. Bernd sagt:

    Finde deine Erfahrungen sehr interessant, werde erst Freitag anreisen und versuch über I-Net Karten zu kriegen, aber da sind nach 3min meist alle Karten ausverkauft, immerhin weiß ich ja jetzt auf was ich Freitags schaun muss wenn ich mich anstelle 🙂

    Zum Friedrichstadtpalast: Kann verstehen dass man da nicht hinwill, nur ist es die einzige vernünftige Möglichkeit die Festivalfilme zu schaun, denn erstens läuft um 9.30 eh nicht anderes und zweitens ist eine vernünftige zeitplanung möglich, beim Berlinale Palast weiß man nie wie lang es dauert und die Tickets sind überteuert, im international sind zu lange Pausen zwischen den Filmen.

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