Nord — Schnee, Eis und merkwürdige Trinkmethoden

Rune Denstad Langlo
Norwegen 2009
78 Min.

nord

NORD ist genau das, was man sich auch darunter vorstellt: Ein tragikkomische Geschichte mit kauzigen und wortkragen Typen aus dem Norden, die extrem viel trinken und depressiv sind. Eine Kurzkritik.

Jomar Henriksen ist Wächter eines Skilifts, oder zumindest tut er so, denn meistens liegt er faul auf der Pritsche, kifft oder trinkt. Jedenfalls ist er nicht zur Stelle, wenn jemand mal einen Pass braucht. Henriksen ist depressiv. Seine Freundin hat ihn deshalb verlassen und der ehemals berühmte Freestyler vertut seine Zeit mit Katastrophensendungen gucken.

Als er eines Tages erfährt, dass er einen Sohn hat, beschließt er, sich aufzuraffen und gen Norden zu fahren: Aber nicht mit dem Auto, sondern mit dem Snowmobil und fünf Litern Alkohol.

Der sparsame Film NORD ist ein gelungenes, kleines und einfallsreiches Roadmovie, oder wie mein Filmprof immer sagte, ein Stationsfilm, in dem der Protagonist verschiedene Stationen (im örtlichen Sinne) durchlaufen muss, um durch Katharsis an sein Ziel zu gelangen. Henriksen begegnet symphatisch-schrägen Menschen, und der Regisseur entwickelt eine Menge skurriler Ideen, um den Film nicht langweilig werden zu lassen. Zum Beispiel zeigt er eine merkwürdige Trinkmethode, für die man einen Tampon benötigt.

Sa, 14.02., 17.00 Uhr, International

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