+++Pressekonferenz: Live und in Farbe+++

berlinale_pressekonferenz1.jpg

Die Berlinalefanfare wird gespielt und das Team kommt auf die Bühne — höchst dramatisch. Dabei sind sie nicht mal gerannt oder gehüpft, die MacherInnen der Berlinale. Dieter Kosslick, Thomas Hailer (Generation), Alfred Holighaus (Perspektive Deutsches Kino), Maike Mia Höhne (Berlinale Shorts), Wieland Speck (Panorama), Christoph Terhechte (Forum), Dorothee Wenner (Talente Campus). Es wird geplaudert und gekichert, erzählt und posiert. Dies allerdings nur zu Beginn, dann werden die PhotographInnen dringend aufgefordert, die Knipserei in Grenzen zu halten. Kosslick: Ich glaube nicht, dass wir uns im Laufe der einen Stunde physiologisch so sehr verändern werden.

Ich möchte es nicht verschweigen, die Musik, die ganzen Plakate, das Überfüllte und die Hektik, mich kitzelte das Berlinalefieber und ich freute mich auf all das. Nicht viel schlafen, von einem Termin zum nächsten hetzen, kurze Gespräche mit anderen Gehetzten (z.B. Kleo) führen, aus einer Welt auftauchen um in eine andere einzutauchen , mitzuleiden, zu fiebern und zu lachen.

Was erzählt wurde: Der Fokus der diesjährigen Berlinale soll ein politischer sein (Kosslick: »Ich finde unser Programm nicht so politisch«). Um Musik soll es gehen, Eröffnungsfilm ist Shine a Light über die Rolling Stones von Martin Scorcese. Madonna ist mit einem Film vertreten, ihrem ersten Regiedebut. Auch Afrika spielt eine Rolle, Filme aus der Perspektive von Kindern und jungen Menschen. Thomas Hailer, Leiter der Sektion Generation, zeigt sich zufrieden und stellt fest, dass das Publikum souverän und selbstbewußt mit dem neuen Namen der Sektion umgeht — bis auf die Generation 60+, wie er sagt, aber er hat große Hoffnung, dass auch diese Gruppe den neuen Namen innerhalb der nächsten drei Jahre akzeptiert.

Prominenz: Erwartet werden neben Shah Rukh Khan auch Madonna, die Rolling Stones auch Penelope Cruz, William Dafoe, John Malkovich und andere. Der Besuch von Shah Rukh Khan hat offensichtlich nicht nur das Blut von Berlinerinnen 40+ und 18- in Wallung gebracht. Dieter Kosslick berichtet sichtlich amüsiert über viele 1000 mails, die das Berlinalebüro erreichten und in denen es um Fragen bezüglich des Besuches des Bollywoodidols ging. Nachzulesen unter www.berlinale.de

Anlässlich Kosslicks Geburtstag wurden fortune cookies gereicht. Am Ende der Veranstaltung, griff ich, ausgerüstet mit den Programmen, 2 der cookies, einen für Kleo, einen für mich und eilte nach Hause, an den Rechner.…

Hier der Inhalt, der eigens für die Berlinale angefertigten cookies:

Kleo:
robert bresson:

laugh at a bad reputation.
fear a good one that you could not sustain
Susan:
jean cocteau:
those exhausting days of shooting are perhaps the sweetest of your life
they are filled with friendship,
harmless quarrels, laughter, and
moments when you seem to hold fleeting time in your hands.

Dieser Beitrag wurde unter Berlinale 2008 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.