Ricky — Superbaby nervt

Regie: Francois Ozon
Frankreich/Italien 2009
90 Min.

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Auch ein fantastisches Baby macht nur AA.

(Foto: Berlinale)

Ozon, hauptsächlich bekannt durch »8 Frauen« und »Swimming Pool«, hat mit RICKY einen wirklich öden Film gedreht. Die Story basiert auf einer Kurzgeschichte von Rose Tremain und trägt keine 30 Minuten. Selten so gelangweilt!

RICKY beginnt wie ein Sozialdrama: Katie, eine alleinerziehende Mutter, arbeitet in einer Chemiefabrik. Sie wohnt in einer tristen Siedlung, muss früh aufstehen, kommt im Dunklen nach Hause. Doch dann treibt sie es mit dem Spanier Paco in der Fabriktoilette und kurz darauf bekommt sie ein Baby. Das wird ohne viel Schnörkel, kurz und knapp, dargeboten.

Als das Baby, auf Wunsch der Tochter Lisa erhält es den Namen Ricky, plötzlich komische rote Flecken auf dem Rücken hat, verdächtigt Katie ihren neuen Lover, dass er das Schreibaby — Ricky ist wirklich ein ziemliches Nervbaby (diese Szene hat mir ganz gut gefallen) — mißhandelt. Er verlässt sie, und kurz darauf, stellt sich heraus, dass sie Paco Unrecht getan hat: Dem Baby wachsen nämlich Flügel. Katie tut nun alles dafür, dass das nicht bekannt wird — doch eines Tages fliegt Ricky im Supermarkt einfach los. Die Medien stürzen sich aufs Superbaby und Paco kommt zurück, weil er mit dem Baby Geld verdienen will usw.

Der Film ist weder trashig, noch drollig ‚und wenn der Kurzgeschichte der Britin irgend ein tieferer Kontext innewohnen sollte, so hat sich mir dieser über die Verfilmung nicht erschlossen. Die Dialoge sind platt, die Story langweilt extrem. Ich versteh nicht, was Ozon an dieser Story gut fand — auch die überraschende Auflösung kann das nicht wett machen. Den anderen schien es ähnlich zu gehen: Mein Nachbar sah ungefähr fünfmal auf die Uhr, der Beifall war mäßig.

Mit Sicherheit schon jetzt eines der schlechtesten Berlinale-Filme.

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