Finnischer Tango — »Sind Sie behindert?«

Regie: Buket Alakus
Deutschland 2008
90 Min.
Filmstart: 28.8.2008

»Finnischer Tango ist auch musikalisch ein Erlebnis« Foto: Neue Visionen Filmverleih

»Nein? Schade, für einen Behinderten hätte ich sofort was«, sagt der Beamte vom Arbeitsamt. Aber Alex ist nicht behindert, er ist Musiker und hat jede Menge Probleme. Zugegeben die meisten davon hat er selbst produziert, aber gelöst werden müssen sie trotzdem. Alex entscheidet sich für den einfachen Weg — die Flucht. Er fälscht sich einen Behindertenausweis und bekommt so den Job bei einer Behindertentheatergruppe und auch gleich einen Schlafplatz in der zugehörigen WG. Zum ersten Mal lernt Alex unvoreingenommene Hilfsbereitschaft, Nähe und Zuneigung kennen.

Da gibt es die schöne WG-Leiterin Lotte, den Zyniker Rudolph, den Rollifahrer Clark und seine Freundin Marylin mit Downsyndrom. Aber es ist nicht nur die WG, die ihm hilft, auf seine Art ist er auch für die anderen da. Angefangen von Marylin, die unbedingt mit ihm schlafen möchte, denn sie ist verliebt in Clark und muss dafür üben. Alex ist davon erst mal nicht so begeistert, aber findet dann eine adäquate Lösung für Marylin. Doch auch seine Probleme haben wortwörtlich durchschlagende Kraft und holen ihn ein. Inzwischen ist er durch das Zusammensein mit den neuen Freunden innerlich gewachsen und in der Lage sich seinen Problemen zu stellen.

Vor allem die behinderten Schauspieler bestechen durch jede Menge Esprit, dem man gerne zusieht. Ebenso trägt einen der Soundtrack, ebenjener Finnische Tango, mit Leichtigkeit durch den Film.
Das Team hat vor einiger Zeit den Überraschungserfolg »Verrückt nach Paris« produziert. Einer der Darsteller — Frank Grabski — hat auch hier eine kleinen, sehr witzigen Gastauftritt.

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