The Beast Stalker von Dante Lam: Über die Ambivalenz von Gut und Böse

Regie: Dante Lam
Hongkong 2008
Sprache: Kantonesisch
Länge: 111 Min.

Vor Jahren hat der Japaner Sabu mal einen kurzen Film gedreht, in dem drei verschiedene Handlungsstränge so zusammengeführt werden, dass sich alle drei Personengruppen, nachdem sie sich bereits -zigmal über den Weg gelaufen sind, am Ende des Films in einem tödlichen Verkehrsunfall treffen. Eine ähnliche Idee hat jetzt auch der Hongkong-Chinese Dante Lam gehabt, nur dass bei ihm alle wichtigen Protagonisten bereits ganz am Anfang in einem Verkehrsunfall zusammentreffen, der bei allen Blessuren hinterläßt, die das weitere Geschehen bestimmen.

Das können körperliche Beeinträchtigungen sein, wie das nicht mehr zu entfernende Fensterglas in den Augen des Killers, der im Laufe des Films immer weiter erblindet, oder seelische Verletzungen wie die der Staatsanwältin, deren Tochter im Kofferraum des Wagens durch einen der Polizisten aus Versehen erschossen und deren zweite Tochter dann entführt wird, um ihre Mitarbeit zu erzwingen. Der Hongkong-Thriller ist deutlich erkennbar kommerziell ausgerichtet, sehenswert macht ihn die ambivalente Figurenzeichnung, in der die Grenzen zwischen Gut und Böse und die Sympathien der Zuschauer zusehends verwischen. Es gibt nicht gute und schlechte Menschen, sagt uns Dante Lam, sondern nur die drei Grundgefühle unseres Lebens: Sorge, Angst und Reue.

8.02., 22.15 Uhr, Cubix 9
14.02., 19:00 Uhr, Cinestar 8

Dieser Beitrag wurde unter Berlinale 2009, Forum abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.