The Peter Pan Formula (Forum)

Regie: Chang-ho-ChoSüdkorea 2005109 Minuten»The Peter Pan Formula« fängt recht konventionell an: Han Soo ein junger Schwimmer steht plötzlich alleine da, denn seine Mutter versucht Selbstmord zu begehen und fällt bei den Rettungsversuchen im Krankenhaus ins Koma. Neben seinen Teenagerproblemen muss sich Han Soo nun auch um seine Mutter kümmern und die Krankenhausrechnungen bezahlen. Dabei versucht er erst den Familienschmuck zu verkaufen, was aber zu wenig Geld bringt. Also beginnt er Supermärkte zu überfallen und begleicht damit die Rechnungen. Seine Mutter hat durch ihre Tat eine große Verletzlichkeit und Einsamkeit in ihm hervorgerufen. Die einzige die sich wirklich uneigennützig um Hansoo kümmert, ist seine attraktive Nachbarin. Ihre Beziehung zueinander gleitet ins sexuelle ab, aber dennoch hat man dass Gefühl hier eher eine Mutter-Sohn Beziehung zu sehen. Doch da gibt es noch Hansoos Vater, den er nciht kennt und nun aufsucht. Ihre Begegnung bringt keine Lösung für Hansoo. Als man sich zu fragen beginnt, wohin das ganze noch führen soll, beginnt der Film ins experimentelle abzugleiten und kryptisch zu werden. Die komatöse Mutter läuft auf einmal nackt durchs Krankenhaus und keiner beachtet sie, der junge Hansoo schwimmt nachts auf einen Leuchturm zu und auf einmal rollt der Abspann über die Leinwand. Der Regisseur betritt die Bühne und unweigerlich fragt man sich ob er nicht diverse Kindheitstrauma verarbeitet hat. Im Publikum und auch auf der Bühne herrscht gewisse Ratlosigkeit. Auf die Frage, was dieser Schluss denn bedeuten soll, antwortet Cho Chang-ho das wisse er selber nicht so genau, da er ohne Masterplan angefangen habe zu schreiben und einfach alles in ihm explodiert sei beim Schreiben. Trotz dieser gewissen Planlosigkeit, die man dem Film eben leider auch anmerkt, sehenswert.

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