Trick ›R Treat — Overkill Halloween

Regie: Michael Dougherty
Kanada/USA 2008
87 Min.
DVD-Start in Deutschland: 16.10.2009

Wer verbirgt sich wohl hinter der Kartoffelsack-Maske? (FFF 09)

Doughertys Spielfilmdebüt ist eine symphatische, unterhaltsame Horrorkomödie mit vielen überraschenden Wendungen. Es besinnt sich auf ein Urgestein des Horrorgenres, die Kurzgeschichte, und zitiert ausgiebig aus der reichhalten Geschichte des Filmhorrors. TRICK ´R TREAT gelingt eine düster-märchenhafte Atmosphäre à la »The Company of Wolves«. Genau, das Richtige für einen kalten, verregneten Herbstabend im heimatlichen Wohnzimmer.

Es ist Halloween und fast die gesamte Stadt ist kostümiert auf den Beinen, um ausgiebig Süßigkeiten zusammeln, Partys zu feiern und Sex zu haben: Jungfrauen, sexgeile Teenager, die typische Kinderclique mit dem Mauerblümchen bis hin zur mutigen Anführerin. Alle sind sie unterwegs. Bis auf Mr. Kreeg, dem ewig vor sich hinknurrenden Halloween-Hasser mit seinem alten Köter und einem blutrünstigen Schuldirektor (Dylan Parker — »Happiness«).

Dougherty verbindet fünf Storylines, die auch noch eine Substory enthalten, die er lose ineinander verwebt. Damit verbindet ein Urgestein des literarischen Horrorgenres, die Kurzgeschichte, mit unzähligen Verweisungen auf das Filmgenre. Enthalten sind Anspielungen auf Klassiker wie »The Beast with Five Fingers« (1946), über natürlich Carpenters »Halloween« (1978), »The Company of Wolves« (1984) bis hin zu moderneren Filmen wie »It« (1990) und »El orfanato« (2007) — um nur einige zu nennen.

Doughertys TRICK ´R TREAT ist vor allem eine vergnügliche Komödie, in der ein Lutscher schon mal zum Mordwerkzeug werden kann und in der auch nicht ausgespart wird, dass das Halloweenfest in den USA schon völlig übertriebene Auswüchse angenommen, in der sich die Industrie eine goldene Nase verdient. Aber Dougherty kritisiert das nicht, sondern mischt ordentlich mit, in dem er einen vollkommenen Overkill des gesamten Ensembles anbietet: Außerirdische, Werwölfe, Vampire, Zombies, böse Kinder, Psychopathen und abgetrennte mordende Körperteile. Gelungener Humor!

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Ein Kommentar zu Trick ›R Treat — Overkill Halloween

  1. Ganz netter Streifen, allerdings nicht zum mehrmaligen Gucken geeignet. Ist zwar eine nette Idee vier Handlungsstränge, die auf unheimliche Art miteinander in Verbindung stehen, in einem Halloween-Umfeld miteinander zu verbinden, allerdings springt der Funke nur schwerlich über. An manchen Stellen kann man zwar herzlich lachen, die meiste Zeit ist es aber eher langweilig (da konnte der Kürbiskopf die Sache auch nicht mehr retten ;-).

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