Willy und das wilde Kaninchen (Generation)

Regie: Lennart & Ylva-Li Gustafsson
Schweden 2006
29 min

Mi 14.02. 14:00 CinemaxX 3 (E)
So 18.02. 11:00 Zoo Palast 1 (E)

Bewertung: Sehr empfehlenswert! Philosophische Fragen auch für die Kleinsten.
Was passiert eigentlich, wenn man gestorben ist? Was ist besser, Freiheit und Selbstständigkeit oder Gefangenschaft und Versorgt werden? Das sind Fragen, die in diesem liebevollen kleinen Film gestellt werden.

Willy, das gelangweilte Kaninchen, wird durch Zufall aus seinem geruhsamen Leben, in dem die tägliche Möhre einen Höhepunkt darstellt, herauskatapultiert.
Er will »nur mal kurz im Wald gucken« und trifft dort auf die wundervoll freie aber auch leicht überforderte »Wilda«, das wilde Kaninchen, hervorragend gespielt von einer Zeichentrickfigur.;-)
Während Willy ihr durch ihr aufregendes und auch gefährliches Leben hinterherstolpert, Gast in ihrem kleinen Haus sein darf, erkennt er den Unterschied zwischen Freiheit mit all den unangenehmen, anstrengenden und erfüllenden Seiten und Gefangenschaft mit all den scheinbaren Annehmlichkeiten. Dennoch will er zurück und muss dann erkennen wie austauschbar er war, sitzt doch nun in seinem Käfig ein neues, möhrenknabberndes Kaninchen.
Wilda, die in all der Selbstbestimmtheit Sehnsucht nach einem Partner wie Willy hat (?) freut sich, als er geknickt zurückkehrt und um Aufnahme bittet und heilt seine narzistische Kränkung indem sie ihn in seiner Einzigartigkeit bestätigt und mit ihm spielt. (Wäre das kein Kinderfilm würde ich sagen, eine typische Mann Frau Geschichte…)
Der erste Schüler (1.Klasse), den ich befragte, ob er lieber im Käfig leben würde oder in Wildas Haus sagte mit Bestimmtheit: Lieber im Käfig. Ich bin gespannt auf unsere Diskussion und werde berichten, wie die Kinder den Film interpretierten.

klasse 1a bei der berlinale

Und so sehen die süßen ZuschauerInnen von der Kplus Sektion aus
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